Die von uns geplante Spendenaktion verläuft leider nicht so wie das erwartet wurde. Dies hat zum einen damit zu tun, dass YouTube die Werbefunktion auf dem verwendeten Kanal deaktiviert hat und zum anderen damit, dass bei Amazon für uns aktuell nur begrenzt Werbekosten ausgezahlt werden. Woran das liegt können wir noch nicht sagen, aber wir arbeiten an der Klärung. Zusammen gekommen ist ein Betrag der um die 80 Euro liegt.
Wir werden mindestens 200 Euro in der Sommerpause übergeben. Alles was noch über den Amazonlink / Gearbestlink (bitte nutzt sie weiter) oder in Form von Werbeeinnahmen gesammelt wird, kommt noch oben drauf.
Ein erster Teilbetrag (ca. 50 Euro) wurde bereits (in Form von Hunde- und Katzenfutterspenden) an ein Tierheim in NRW übergeben. Das Tierheim bittet ausdrücklich darum hier NICHT genannt zu werden. Wir respektieren diesen Wunsch, werden die Unterstützung für dieses auch NICHT einstellen.
Wir wurden gefragt warum wir nicht für Tiervermittlungen im Ausland spenden:
Dies machen wir nicht, da relativ oft die Praktiken dieser "Organistationen" sehr unübersichtlich sind. Wir möchten keine Beihilfe zur Tierquälerei leisten und geben erst dann Geld oder Sachmittel - wenn wir uns zu 100% sicher sind, dass diese dort landen wo sie hingehören. Leider ist dies bei einigen "Schutzorganisation" aus Süd / Südosteuropa nicht der Fall, da dort z.B. "Straßenhunde" extra gezüchtet und gequält werden um diese für viel Geld nach Mitteleuropa zu vermitteln.
Da dies nicht die letzte Aktion dieser Art war, nehmen wir natürlich jederzeit Empfehlungen entgegen wer noch Unterstützung benötigen könnte. Auch wenn diese vielleicht nur klein ausfällt, so machen wir doch was wir können.
Montag, 7. Mai 2018
Freitag, 13. April 2018
Montag, 26. März 2018
Was erlauben Rummenigge?
Dass die Debatte um 50+1, mindestens emotional aufgeladen ist, wenn nicht sogar
eine Art Glaubenskrieg darstellt war vorher klar. Das auf einmal mit doch
deutlicher Mehrheit dafür gestimmt wird, war auch nicht wirklich zu erwarten.
Das bei Beibehaltung der Regel der FC Bayern (der einzige Verein der eigentlich
keine Großinvestoren braucht) am lautesten heult war ebenfalls zu erwarten,
aber das ein Rummenigge derart primitive Schläge austeilt war nicht zu erwarten.
Aber mal in Reihenfolge, was ist passiert?
Aber mal in Reihenfolge, was ist passiert?
- Die DFL kündigt an, man müsse noch mal grundsätzlich über 50+1 reden…
- Die ohnehin zusammengerückten Fanszenen Deutschlands gehen völlig zu Recht auf die Barrikaden
- Eine 30 Meter lange Rolle mit Unterschriften wird Hr. Rauball übergeben
- Es wird über den Verbleib von 50+1 abgestimmt und am Ende steht es 18 : 4 FÜR 50+1
Eine krachende Niederlage für alle Gegner dieser Regel.
Nun könnte man noch mal darüber philosophieren wer wie abgestimmt hat und warum, aber das klemmen wir uns mal. Abgesehen von Fürth gab es da ohnehin wenig Überraschungen. Aber was passierte dann?
Wie zu erwarten brüllen die Bayern als erstes in jedes vorhandene Mikrofon. Federführend für die 50+1 Seite agierte der Vorsitzende eines Hamburger Kackvereines (ganz neutral ausgedrückt) namens Sankt Pauli. Ein Verein der an sich immer den Antikommerziellen Revoluzzer spielt und ich glaube der am „besten“ vermarktete Verein Deutschlands ist… Aber lassen wir das. Der moralische Zeigefinger Fußballdeutschlands (sexistische Werbung pfui! -> Striploge im Stadion? Voll OKAY! Oder gegen Faschismus auftreten und eine Fanszene tolerieren die tausendfachen Mord feiert und Leuten wegen ihrer Berufswahl aufs Maul haut?) .
Wir schweifen ab ;-) Kommen wir zurück auf Herrn Rummenigge, dieser stellt sich doch tatsächlich hin und gibt folgendes zum Besten
„Mit der Frankfurter Abstimmung hat man sich den Ast, an dem die Wettbewerbsfähigkeit hängt, ansägen lassen – und zwar durch einen mäßigen Zweitligisten, das bitte nicht vergessen!“.
Dieser mäßige Zweitligist hat aber genauso ein Recht dort mitzureden wie, der auch nicht immer erfolgreiche, FC Bayern. Sicher Rekordmeister – Alleinunterhalter in Deutschland, teilweise sogar in Europa. Aber auch ein FC Bayern würde sich alleine in einer Liga langweilen und ohne zweite Liga (für die Herr Rummenigge noch nie ein gutes Wort übrig hatte) würde auch dem FC Bayern die ein oder andere Talentschmiede fehlen aus der man fleißig abwerben kann, mit dem eigenen Nachwuchs funktioniert es ja doch nicht so gut.
Und immerhin ist dieser mäßige Zweitligist (den wir hier größtenteils auch kacke finden) vom Livepublikum immer noch beliebter als so mancher Erstligist in der Spanischen Liga. Die so ganz nebenbei bemerkt ja immer als vermarktungsparadies rausgeholt wird (und sowas von ungerecht ist und relativ wettbewerbsfrei stattfindet).
Auch ein Bayer sollte letztendlich erkennen dass er rein demokratisch einen vor den Bug bekommen hat und letztendlich müssen auch die Bayern hin und wieder mal Niederlagen einstecken können ohne wie Kind zu heulen dem man den Lolli geklaut hat. Darüber hinaus sollte Hr. R. vielleicht einfach mal die Fans und Mitglieder des Vereins fragen bei dem er angestellt ist was diese wollen. Ich wette das Ergebnis ist ähnlich ernüchtern für ihn. Und nun zu guter Letzt: Wenn uns doch England, Spanien, Italien und Co. finanziell so abhängen... wieso kommt dann Bayern (ok manchmal auch die schwach gelben aus Doofmund) in der CL immer recht weit und gewinnt diese sogar gelegentlich?
Denn: Deutschland verfügt über mindestens DREI wunderbar zu vermarktende Ligen, für die uns das Ausland beneidet. Volle Stadien, relativ spannenden Wettbewerb (man beachte aktuell Liga II) und genau das ist es was diesen Sport ausmacht, nicht das Milliardengescheffel was sich KHR und Co wünschen.
Thorsten
Zugegeben nicht ganz neutral ;-)
Zugegeben nicht ganz neutral ;-)
Freitag, 16. März 2018
Ey Ultras aller Städte: HÖRT AUF ZU HEULEN!
Geht es euch nicht auch gepflegt auf die Eier? Zu jedem von Seiten des
Verbandes oder der Polizei abgelassenen Pfurz gibt es eine seitenlange
Stellungnahme – die eigentlich nur die interessieren kann die auch dabei waren –
und es wird fleißig mit dem Finger auf die böse böse Unterdrückerseite gezeigt.
Es nervt! Eine Bewegung die es sich selbst auf die Fahnen geschrieben hat Freiräume zu erkämpfen und Grenzen zu überschreiten macht sich unglaubwürdig wenn sie ständig rumjammert.
Wer Ordnerketten durchbricht muss sich nicht wundern wenn es, als Dank dafür, einen auf die Nase gibt. Gleichzeitig wird aber propagiert, dass eine gewisse Wehrhaftigkeit gegen Staatsgewalt (wozu ja meistens auch der private Ordnungsdienst gezählt wird) von Nöten ist.
Wer sich gegen etwas auflehnt, dass der aktuellen Norm entspricht (und gegen Gesetze verstößt) muss mit Gegenwind rechnen. Und das die Cops und die Verbände nicht mit Wattebauschen werfen ist wohl logisch. Wenn euer Haufen angegriffen wird, wehrt ihr euch mit „ey lass das!“ (ok bei den neuen HipsterinRöhrenJeansUltras könnte das passieren) oder haut ihr den gegenüber einfach auf die Fresse um eure Fahne zu verteidigen?
Diese Jammerkultur passt nicht, auf der einen Seite dem DFB den Krieg erklären und dann heulen weil der eben provozierte Herrscher anfängt zu beißen?
Versteht uns nicht falsch, wir wollen nicht dass alles stumm hingenommen wird, ganz im Gegenteil! Wir wollen Zähne zeigen! Wir wollen, dass ein System zu wackeln beginnt und es endlich wieder etwas freiere Kurven gibt und der Sport Fußball als das erhalten wird was er eigentlich seien sollte.
ABER es kann nicht sein das nach jeder Regelübertretung rumgeheult wird. Es ist richtig, dass der Staat Recht und Gesetz einhalten muss. Wird die Polizei angegriffen MUSS sie sich zur Wehr setzen! Genauso sollte der Verband darauf achten, dass durch die Vereine, die aufgestellten Regeln eingehalten werden, weil diese sonst als völliges absurdum geführt werden.
Auf der anderen Seite muss öffentlich gemacht werden, wenn die Gegenseite ihre Befugnisse überschreitet. Aber dann muss darüber ehrlich und relativ neutral berichtet werden. Wie oft lesen wir Stellungnahmen von völlig ungerechtfertigten Übergriffen von Seiten der Polizei, und hinterher erfahren wir, dass zuvor ein Angriff auf eben diese erfolgte. Das ist sinnbefreit und kontraproduktiv! Darüber hinaus liegt das Problem in großen Polizeieinsätzen darin, dass die Ursache meistens (nicht immer) durch das Verhalten der entsprechenden Szenen vorher begründet wurde.
Beispiel: Niemand von uns hat gejammert als die Blauen uns in Halle gekesselt haben und ein Riesenpolizeiapparat uns jegliche Bewegungsfreiheit einschränkte, immerhin gab es sehr sehr oft teils heftige Auseinandersetzungen mit den Rot-Weißen.
Auch die Schalker, die gerne über die (ziemlich schwachsinnigen) Anreisebeschränkungen bei den verhassten Schwarz-Gelben heulen vergessen gerne, dass man sich bei jeder Gelegenheit auf die Fresse haut. Klar könnte man jetzt differenzieren und sagen „es machen ja nur wenige mit“. Ist auch so. Aber die „normalen“ Fans halten sich in der Regel an die Angaben der Polizei, während die am lautesten schreienden immer die sind, welche es auch tatsächlich einschränken sollte – bzw. die vielleicht ja wirklich eine Gefahr darstellen.
Es nervt! Eine Bewegung die es sich selbst auf die Fahnen geschrieben hat Freiräume zu erkämpfen und Grenzen zu überschreiten macht sich unglaubwürdig wenn sie ständig rumjammert.
Wer Ordnerketten durchbricht muss sich nicht wundern wenn es, als Dank dafür, einen auf die Nase gibt. Gleichzeitig wird aber propagiert, dass eine gewisse Wehrhaftigkeit gegen Staatsgewalt (wozu ja meistens auch der private Ordnungsdienst gezählt wird) von Nöten ist.
Wer sich gegen etwas auflehnt, dass der aktuellen Norm entspricht (und gegen Gesetze verstößt) muss mit Gegenwind rechnen. Und das die Cops und die Verbände nicht mit Wattebauschen werfen ist wohl logisch. Wenn euer Haufen angegriffen wird, wehrt ihr euch mit „ey lass das!“ (ok bei den neuen HipsterinRöhrenJeansUltras könnte das passieren) oder haut ihr den gegenüber einfach auf die Fresse um eure Fahne zu verteidigen?
Diese Jammerkultur passt nicht, auf der einen Seite dem DFB den Krieg erklären und dann heulen weil der eben provozierte Herrscher anfängt zu beißen?
Versteht uns nicht falsch, wir wollen nicht dass alles stumm hingenommen wird, ganz im Gegenteil! Wir wollen Zähne zeigen! Wir wollen, dass ein System zu wackeln beginnt und es endlich wieder etwas freiere Kurven gibt und der Sport Fußball als das erhalten wird was er eigentlich seien sollte.
ABER es kann nicht sein das nach jeder Regelübertretung rumgeheult wird. Es ist richtig, dass der Staat Recht und Gesetz einhalten muss. Wird die Polizei angegriffen MUSS sie sich zur Wehr setzen! Genauso sollte der Verband darauf achten, dass durch die Vereine, die aufgestellten Regeln eingehalten werden, weil diese sonst als völliges absurdum geführt werden.
Auf der anderen Seite muss öffentlich gemacht werden, wenn die Gegenseite ihre Befugnisse überschreitet. Aber dann muss darüber ehrlich und relativ neutral berichtet werden. Wie oft lesen wir Stellungnahmen von völlig ungerechtfertigten Übergriffen von Seiten der Polizei, und hinterher erfahren wir, dass zuvor ein Angriff auf eben diese erfolgte. Das ist sinnbefreit und kontraproduktiv! Darüber hinaus liegt das Problem in großen Polizeieinsätzen darin, dass die Ursache meistens (nicht immer) durch das Verhalten der entsprechenden Szenen vorher begründet wurde.
Beispiel: Niemand von uns hat gejammert als die Blauen uns in Halle gekesselt haben und ein Riesenpolizeiapparat uns jegliche Bewegungsfreiheit einschränkte, immerhin gab es sehr sehr oft teils heftige Auseinandersetzungen mit den Rot-Weißen.
Auch die Schalker, die gerne über die (ziemlich schwachsinnigen) Anreisebeschränkungen bei den verhassten Schwarz-Gelben heulen vergessen gerne, dass man sich bei jeder Gelegenheit auf die Fresse haut. Klar könnte man jetzt differenzieren und sagen „es machen ja nur wenige mit“. Ist auch so. Aber die „normalen“ Fans halten sich in der Regel an die Angaben der Polizei, während die am lautesten schreienden immer die sind, welche es auch tatsächlich einschränken sollte – bzw. die vielleicht ja wirklich eine Gefahr darstellen.
Unser Lieblingsbeispiel aus der jüngeren Vergangenheit: Die
unangemeldete Demo von Teilen der St.Paulifans. Niemand meldet an und die Cops
lassen sie trotzdem ziehen. Die Route wird von der Polizei vorgegeben (welche
Gründe die für die Route haben spielt ja keine Rolle), man willigt ein und
läuft los. Dann versucht man auszubrechen und von der Route abzuweichen und
beschwert sich im Anschluss darüber das die Bullen gewaltsam reagiert haben?
NACHDEM! Sie mit Gegenständen beworfen wurden und körperlich angegangen wurden?
(Haben Videos von der gesamten Demo vorlegen – also redet euch nicht raus ;-) ).
Ich finde es ok seine Meinung auf die Straße zu bringen, es ist auch – wenn alle
Bescheid wissen – nachvollziehbar das man vllt versucht auszubrechen, aber dann
muss man auch damit rechnen voll auf die Glocke zu bekommen und sollte anschließend nicht von Repression
faseln, denn rein rechtlich hätte man die Demo gar nicht erst loslatschen
lassen müssen.
Oder: Erst zeigt man beleidigende Spruchbänder, die teilweise strafrechtlich relevant sind, im nächsten Moment wundert man sich warum der Verein kontrollieren will was in SEINEM Stadion gezeigt wird... Ihr lasst doch auch niemand Beleidigungen gegen euch in eurem Wohnzimmer aufhängen.
In unseren Augen ist dieses ewig rumgejammere auch ein
Zeichen von Schwäche. Wir machen uns selbst schlecht wenn wir uns hinstellen
und auf die böse Repressionen zeigen. Ja, es ist gerade als Auswärtsfahrer
nicht immer lustig. Aber sind wir mal ganz ehrlich, 90% der Fahrten verlaufen
völlig entspannt wenn man sich an entsprechende Spielregeln hält. Hat man Bock
Material zu ziehen muss man mit den Konsequenzen rechnen und nicht hinterher
über ein Stadionverbot jammern, denn das gab es dann zurecht. Darüber hinaus
betrachten wir es zumindest als Kompliment, wenn man es für wert erachtet uns
zu bekämpfen. Schließlich erkennt man wahre Größe immer an der Anzahl seiner
Feinde und nicht an der Lautstärke seines geflennes.
+++50plus1bleibt +++
Wir kopieren einfach mal die Stellungnahme von www.50plus1bleibt.de - wir haben dieser wenig, bis gar nichts, hinzuzufügen!
Wenn Ihr die Aktion mit eurem Fanclub noch nicht unterzeichnet habt, dann tut es! Aktuell sind es 2122 (Stand: 16.03.2018 07:52) die mit zeichnen.... Da geht noch mehr ;-)
Quelle:
https://50plus1bleibt.de/
Das Präsidium der DFL hat die 50+1-Regel grundsätzlich zur Diskussion gestellt.
Wir, Fanclubs, Fangruppen und Verbände aus ganz Deutschland, beziehen dazu klar Stellung:
Der Fußball bringt jede Woche hunderttausende unterschiedliche Menschen zusammen. Er gehört keinen Einzelpersonen, Unternehmen oder Investoren. Er gehört uns allen und darf nicht noch mehr zum Spielball einiger Weniger werden.
Der Wegfall oder eine zur Diskussion stehende weitere Lockerung der 50+1-Regel würde den Fußball grundlegend verändern. Der Wettbewerbsdruck würde sich für alle Clubs unweigerlich erhöhen. Die Finanzkraft mancher Eigentümer wäre plötzlich wichtiger als die solide und erfolgreiche Arbeit Anderer.
Am Ende geht es um noch mehr Geld, das an die immergleichen Profiteure durchgereicht wird. Für uns Fans wird der Fußball dadurch nicht besser und seine gesellschaftliche Verantwortung dadurch nicht gestärkt. Im Gegenteil.
Viel wird über die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga diskutiert. Doch möchten wir uns wirklich an wahnsinnigen Summen in Paris und einem verrückt gewordenen Markt in England orientieren?
Anstatt eine Grundsatzdebatte darüber zu starten, dass sich der Profifußball in vielen Aspekten immer mehr von der Lebensrealität der normalen Leute entfernt, wird die 50+1-Regel grundsätzlich in Frage gestellt.
Doch wir lassen uns 50+1 nicht nehmen.
50+1 bleibt!
Wenn Ihr die Aktion mit eurem Fanclub noch nicht unterzeichnet habt, dann tut es! Aktuell sind es 2122 (Stand: 16.03.2018 07:52) die mit zeichnen.... Da geht noch mehr ;-)
Quelle:
https://50plus1bleibt.de/
Montag, 26. Februar 2018
Der bochumer Weg.. oder ein wenig mehr Oldschool gefälligst?
Der Bochumer Weg… Als Duisburger fällt es einem meistens
recht schwer positive Worte für den Reviernachbarn zu finden, dennoch muss ich
diese jetzt mal loswerden. Als Gast des Spieles gegen die Nürnberger durfte man
etwas erleben, dass ich zumindest viele Jahre nicht mehr erleben durfte. Die
Stimmung im Ruhrstadion erinnert wieder stark an meine Fußballanfangszeit Ende
der 90er.
Aber mal kurz auf Anfang. In Bochum hängt der Haussegen mächtig schief, schuld daran ist nicht nur die sportliche Situation, die für den selbsternannten Aufstiegskandidaten VfL Bochum – ehrlich gesagt ziemlich beschissen ist – sondern viel mehr die Querelen im Umfeld. Der Verein beschloss auf einer Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung, welche es ermöglicht Teile des Vereins zu verkaufen um Kohle zu generieren. Fände ich jetzt höflich ausgedrückt auch eher scheiße. Große Teile der aktiven Fanszene befinden sich seit dem im Streik und haben die Ostkurve verlassen. Das war bei unserem Gastspiel in Bochum schon echt gruselig. Aber nachvollziehbar.
Aber mal kurz auf Anfang. In Bochum hängt der Haussegen mächtig schief, schuld daran ist nicht nur die sportliche Situation, die für den selbsternannten Aufstiegskandidaten VfL Bochum – ehrlich gesagt ziemlich beschissen ist – sondern viel mehr die Querelen im Umfeld. Der Verein beschloss auf einer Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung, welche es ermöglicht Teile des Vereins zu verkaufen um Kohle zu generieren. Fände ich jetzt höflich ausgedrückt auch eher scheiße. Große Teile der aktiven Fanszene befinden sich seit dem im Streik und haben die Ostkurve verlassen. Das war bei unserem Gastspiel in Bochum schon echt gruselig. Aber nachvollziehbar.
Dennoch hat sich in meinen Augen daraus etwas Positives entwickelt. Ich bin kein Freund vom Dauersingsang der sich in vielen Stadien breit gemacht hat und auch in Bochum dazu geführt hat das lautere Fangesänge schnell unterdrückt wurden weil es gerade nicht im Sinne der Vorsänger der Ultras war. Das hat mich in Bochum schon viele Jahre angekotzt, wenn man einfach mal so zu Besuch war.
Nun ist folgendes passiert: Die Kurve selber hat nach dem absägen des eher unbeliebten Christian H. (ehemals Sportvorstand und beinahe Vernichter von Borussia MG) beschlossen, dass sie wieder Vollgas geben will. Dadurch entwickelte sich eine Stimmung welche von Spontanität geprägt ist, welche chaotisch und doch zugleich ordentlich ist. Genau das fehlte mir in so vielen Stadien, einfach dieses freischnauze rausbrüllen. Große Teile (des zugegeben ziemlich leeren) Stadions stimmten mit ein und sorgten für ordentlich Dampf in der Schüssel. Auch wenn es Teile des Spieles über sehr ruhig war, so waren doch die Anfeuerungsrufe deutlich lauter als unter der angezogenen Handbremse der Ultras, die noch ihr allez allez zu Ende singen mussten und damit verhindert haben das laute V-F-L Rufe auch auf andere Bereiche übergreifen konnten. Ich würde mir wünschen, dass man so etwas auch in anderen Stadien hinbekommt. Endlich wieder mehr spontane Anfeuerung und weniger lahme, einschläfernde und viel zu leise Lieder! Mehr Rock'n'Roll und Spontanität!
Es war ein bisschen wie früher, nur mit mehr Werbung, aber
es war schön!
Mattes
Sek.Du.
PS: Bochum, euren Verein finde ich dennoch immer noch kacke!
Sek.Du.
PS: Bochum, euren Verein finde ich dennoch immer noch kacke!
Donnerstag, 22. Februar 2018
Die 50+1 Regel oder Krieg dem DFB Teil II...
Wir können uns den Schlussfolgerungen von ProFans in Sachen
50+1 nur anschließen. Wer vor kurzem erst eine Kriegserklärung aus sehr weiten
Teilen der Fanszene bekommen hat, sich dann gesprächsbereit äußert und direkt
das Messer in den Rücken des Patienten Fußball haut – der hat wahrlich gar
nichts verstanden. Nicht nur ein bisschen nicht verstanden sondern gar nicht
verstanden. Fußball ist Volkssport, Vereine haben trotz der wirtschaftlichen
Aspekte immer noch eine soziale Funktion, schaffen hohe Identifikation und
bringen Menschen zusammen die sonst nie zusammen kommen würden, damit handelt
man nicht. Das verkauft man nicht, das verramscht man nicht.
Wir sind gespannt auf die Reaktion die folgt, wenn die 50+1 Regel wirklich angetastet wird. Ich denke das was Anfang der Saison in deutschen Stadien passiert ist war im Vergleich ein Kindergeburtstag.
Damit dürfte ein Kampf losbrechen an dessen Ende entweder die 50+1 Regel oder toten Stadien stehen.
Wir sind gespannt auf die Reaktion die folgt, wenn die 50+1 Regel wirklich angetastet wird. Ich denke das was Anfang der Saison in deutschen Stadien passiert ist war im Vergleich ein Kindergeburtstag.
Damit dürfte ein Kampf losbrechen an dessen Ende entweder die 50+1 Regel oder toten Stadien stehen.
Die Stellungnahme von ProFans im Wortlaut:
21. Februar
2018
Es ist kein
halbes Jahr her, da hatte der DFB, der in Bezug auf Ausnahmen von der
50+1-Regel neben der DFL ebenfalls zustimmen muss, in Person von DFB-Präsident
Reinhard Grindel noch großspurig gesagt: „Wir haben verstanden, dass es um mehr
geht. Der Fußball in Deutschland steht auch für Stehplätze, faire
Eintrittspreise und die 50+1-Regel.“
Aber wie es
aussieht, hat man – wie so oft – bei DFB und DFL mal wieder rein gar nichts
verstanden. Wiederholt sind die beschwichtigenden Worte aus den
Entscheidungszentralen nur leere Phrasen und nichts anders als
Stammtischparolen.
Nachdem
Martin Kind seinen Antrag auf Ausnahme von der 50+1-Regel bei der DFL ruhend
gestellt hat, verkündeten er und die DFL überraschend einträchtig, dass man
stattdessen die 50+1-Regel als Ganzes auf den Prüfstand stellen wolle. Von
einer Modifizierung ist die Rede, zu der nun alle 36 DFL-Mitgliederclubs eine
Meinung haben sollen. Und das, obwohl die Ausnahmekriterien zur 50+1-Regel erst
in 2014 von allen 36 DFL-Mitgliederclubs einstimmig beschlossen und geregelt
wurden – sogar mit der Stimme Kinds. Das Problem von Martin Kind, dass er
selbst aufgrund ungenügender Förderung keine Ausnahmegenehmigung für sich
bekommen hat, ist nun zum Problem aller geworden.
Ohnehin ist
es um die Verantwortlichen um Christian Seifert (DFL), Reinhard Grindel oder
auch Rainer Koch (DFB), der sich letzten Sommer in Bezug auf die Thematik
Ismaik/1860 München noch als vermeintlicher Verteidiger von 50+1 hervorgetan
hat, in dieser Frage sehr ruhig geworden in den ersten Wochen seit der
Nicht-Entscheidung zu Kinds Antrag. Offensichtlich möchten sich die
Verantwortlichen bei DFB und DFL nicht die Finger verbrennen, indem sie zu früh
mit ihren eigenen Positionen aus der Deckung kommen. Stattdessen lässt man
Funktionäre wie Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) für sich sprechen oder
Kapital-Lobbyisten wie Alfred Draxler (Bild), Rainer Franzke (Kicker) und
Wolfgang Holzhäuser (ehemals Bayer Leverkusen) von der Leine, die schön
orchestriert erst einmal ihre Meinungen verbreiten, um dann zu sehen, wie der
Wind steht.
Einer Sache
sollten sich aber alle in Sachen Windrichtung sicher sein: Bundesweit wird ein
Sturm heraufziehen, sollten die Verantwortlichen bei DFB und DFL nicht
schleunigst ein Machtwort für den Erhalt von 50+1 in seiner jetzigen Form
sprechen:
Die angestrebte Diskussion um 50+1 ist eben nicht nur eine Schönheitsdiskussion um irgendwelche Vereins-und Unternehmensstrukturen, sondern definitiv der sportpolitisch wichtigste Kampf in der nahen Zukunft für alle Fans.
Die angestrebte Diskussion um 50+1 ist eben nicht nur eine Schönheitsdiskussion um irgendwelche Vereins-und Unternehmensstrukturen, sondern definitiv der sportpolitisch wichtigste Kampf in der nahen Zukunft für alle Fans.
Die
50+1-Regel sei nicht mehr zeitgemäß und ähnliche argumentationslose Phrasen
sollen einen Erneuerungsbedarf fingieren. Dabei wird vergessen, dass die
50+1-Regel gerade erst einmal 18 Jahre alt und damit die modernste Regelung
ihrer Art in Europa ist und erst kürzlich eine jahrelange Debatte endete,
zuletzt mit dem offensichtlich vorgegaukelten Bekenntnis Reinhard Grindels im
August 2017.
Die
neuerdings populäre Aussage, jeder Verein möge doch selbst entscheiden, wann
und ob er das Mehrheitsstimmrecht an Investoren abgeben will, bedeutet
letztlich nichts anderes als die de facto Abschaffung von 50+1 durch die
Hintertür, selbst wenn sie offiziell auf dem Papier noch bestünde, aber eben
totmodifiziert.
Der
Möglichkeit der Auslagerung von Profiabteilungen aus den Vereinen, welche
angeblich dem Schutz der Muttervereine dienen sollte, stimmten die Mitglieder
der auslagernden Vereine nur aufgrund des mit der gleichzeitigen Einführung der
50+1 Regel geschaffenen Vertrauens in die dauerhafte Bestandskraft dieser Regel
zu. Mit der nun angedachten Grundsatzdiskussion zur 50+1-Regel ist jedoch nicht
weniger als der letzte Schritt in die Totalkommerzialisierung des Vereinssports
Fußball beabsichtigt.
Sollte es so
kommen, wird sich kein Verein oder Club – trotz geschaffener Satzungsregelungen
zum Schutz der 50+1-Regel – den Marktzwängen dauerhaft entziehen können.
Die weltweit
attraktivste Liga soll nun zum Ausverkauf bereitstehen. Wolfgang Holzhäuser forderte
kürzlich ganz unverblümt lediglich eine dreijährige Kapitalbindung für
Investoren und bezeichnete diese allen Ernstes als langfristig. Das nur
vermeintlich plumpe Schreckensgespenst der ungezügelten Investoreneinstiege und
eines Investoren-Hoppings durch Heuschrecken wäre dann Realität.
Im Gegenzug
sollen Fans mit vermeintlichen Zugeständnissen geblendet werden. Verbote von
Namensänderungen oder geänderten Vereinsfarben sowie kompletten
Standortverlagerungen sollen als Lockmittel dienen, um den Widerstand auf
Seiten der Fans gering zu halten und das Thema salonfähig zu machen. Würde man
ernsthaft einen Dialog mit den Fans führen wollen, würde man diese
Selbstverständlichkeiten nicht mit der 50+1-Regel verknüpfen, sondern sie
unabhängig davon einfach festschreiben und umsetzen.
Dass unter
den angestrebten Verhältnissen trotzdem Eintrittspreise steigen oder
Trikotfarben den Hauptsponsoren angepasst würden ist so klar wie die damit
verbundenen Veränderungen für die Fanszenen, die oft auch von DFL und DFB beschworene
Fankultur und das soziale Mengengefüge im Stadion.
Um es
deutlich zu sagen:
Das plötzliche Anzetteln einer neuerlichen Grundsatzdiskussion zur 50+1 Regel ist nichts anderes als die persönliche sportpolitische Bankrotterklärung von Christian Seifert.
Spielt man dieses Spiel um eine Modifikation von 50+1 bei DFB und DFL mit, öffnen die Verantwortlichen damit unweigerlich ihre eigene Büchse der Pandora. In Hannover hat man gesehen, zu was für Zerwürfnissen und Beschädigungen die Debatte um 50+1 geführt hat. Im Kleinen können DFB und DFL solche Widerstände im Einzelfall vielleicht nach dem Motto „Augen zu und durch“ handhaben. Ob man allerdings zum Wohle des bundesweiten „Premiumprodukts“ Profifußball dazu bereit ist, sich mit den Fans in ganz Deutschland anzulegen, sollte dagegen gut überlegt werden.
Das plötzliche Anzetteln einer neuerlichen Grundsatzdiskussion zur 50+1 Regel ist nichts anderes als die persönliche sportpolitische Bankrotterklärung von Christian Seifert.
Spielt man dieses Spiel um eine Modifikation von 50+1 bei DFB und DFL mit, öffnen die Verantwortlichen damit unweigerlich ihre eigene Büchse der Pandora. In Hannover hat man gesehen, zu was für Zerwürfnissen und Beschädigungen die Debatte um 50+1 geführt hat. Im Kleinen können DFB und DFL solche Widerstände im Einzelfall vielleicht nach dem Motto „Augen zu und durch“ handhaben. Ob man allerdings zum Wohle des bundesweiten „Premiumprodukts“ Profifußball dazu bereit ist, sich mit den Fans in ganz Deutschland anzulegen, sollte dagegen gut überlegt werden.
Eine
Aufweichung bzw. de facto Abschaffung der 50+1-Regel unter dem Deckmantel einer
Modifizierung ist eine klare Kriegserklärung an alle Fans bundesweit. Christian
Seifert und Reinhard Grindel sollten die Büchse der Pandora schnellstens wieder
schließen und den Fans in Deutschland gegenüber verbindlich und vor allem
endlich glaubhaft erklären, dass 50+1 nicht angetastet wird.
Herr
Seifert, Herr Grindel, ob Sie verstehen oder nicht:
Keine 50+1-Grundsatzdiskussion!
Keine 50+1-Grundsatzdiskussion!
ProFans, im
Februar 2018
Quelle: www.profans.de
Abonnieren
Posts (Atom)
der verdammte Deal...
Eine wichtige Sache im Vorwege: Wir sprechen nicht für eine Szene, sondern lediglich für Einzelpersonen. Natürlich müssen auch wir uns...
-
Hier gabs lange nichts neues, daher einfach mal ein kurzes Lebenszeichen von unserer Seite. Mal wieder sind wir in eine Art Lethargie verfal...
-
Vorweg erstmal Glückwunsch nach Magdeburg!!!! Waren das zwei fette Spiele… Ich glaube über Sinn und Unsinn dieser scheiß Relegation ...
-
Eine wichtige Sache im Vorwege: Wir sprechen nicht für eine Szene, sondern lediglich für Einzelpersonen. Natürlich müssen auch wir uns...