Dienstag, 9. Oktober 2018

Was stimmt eigentlich in Freiburg nicht?

An sich ist Freiburg ja der Sympatikus unter den Bundesligisten, zumindest für den gewöhnlichen Fußballkonsumenten. Kaum Ausschreitungen, alles ist toll, freundlich, bunt, friedlich und der kleine Club setzt sich seit Jahrzehnten erfolgreich gegen die finanzstarken Eliten in der entsprechenden Nische durch. Jetzt baut man noch ein umweltfreundliches Stadion. Alles passt ins Bild in dieser Studentenstadt.

Alles? Nö.
Der Gästeblock ist seitdem es dieses Stadion gibt bereits der Schandfleck der gesamten Region. Klar man konnte sich mit dem beschissenen Block, der bescheidenen Akustik, der zum Teil nicht gerade idealen Sicht arrangieren. Passt schon, Freiburg verzeiht man das. Geld ist rar im Breisgau und so wird alles besser wenn das neue Stadion kommt.

Warum also diese Zeilen?
Ganz einfach… Es gibt Dinge die im argen liegen und nichts mit den baulichen Gegebenheiten zu tun haben. Und die in diese an sich schöne und freundliche Stadt nicht passen.

In Freiburg gibt es Ordnungsbehörden die stark daran interessiert sich alles an Sympathien zu zerstören, was sich dieser Verein immer wieder Deutschlandweit aufzubauen.
Sind es Ordnungsgelder für Vorsänger, völlig an den Haaren herbeigezogene Betretungsverbote für die Stadt, willkürliche Übergriffe der Polizei. Dieses kleine "Kaff"* kurz vor Frankreich sammelt bei Auswärtsfahrern wenig Punkte. Diese massive Polizeipräsenz, bei nahezu allen Spielen, ist sowieso nicht wirklich nachvollziehbar. Immerhin gibt es so gut wie gar keine Rivalitäten. Und wenn HSV, Leverkusen, Rostock, Barfuß Bethlehem oder sonst wer kommt gibt es erst recht keinen Grund für die absurden Vorgänge der letzten Jahre.

Eines vorweg: Wir können die Vorgänge vom Auswärtsspiel der Leverkusener  NICHT einordnen. Keiner von uns war dabei, oder kennt wen der dabei war. Aber aus eigenen Erfahrungen wirken die Vorwürfe die der örtlichen Polizei / bzw. dem Ordnungsamt gemacht werden sehr glaubwürdig. Zu schnell wurde aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Und auch das die Freiburger Polizei aus einem einfachen Grüßen von Freunden einen Hitlergruß macht wirkt nicht unrealistisch (sollte dies aber der Wahrheit entsprechen und es wurde ein Hitlergruß gezeigt, ist die Reaktion der Polizei richtig und nachvollziehbar!). Das für (aktuell) willkürliche Betretungsverbote auch noch Bearbeitungsgebühren ausgesprochen werden ist noch absurder.... Am Ende bleibt allerdings die Erkenntnis, dass Leverkusen sich bereits zum wiederholten Male eine beschissene Behandlung in Freiburg antun durfte und sich so in eine Reihe mit den Hamburger Vorsängern und diversen anderen einreihen durfte.

Der SC Freiburg sollte, sofern er weiter am positiven Image interessiert ist, dringend auf die Stadt und Entscheidungsträger in dieser einwirken um dieser wirklich schönen Stadt endlich wieder den Ruf zu verpassen den sie verdient hat. Auch bei auswärtsfahrenden Fußballfans…
Denn so wie es aktuell aussieht läuft dort in der noch halbwegs heilen Welt einiges schief.


* nicht böse gemeint ;-)

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