Mittwoch, 12. Mai 2021

Ja, es gibt uns noch...

 ... aber worüber sollen wir uns auslassen? Aktuell gibt es wichtigere Themen.
Es bleibt dabei: Keine Zuschauer in den Stadien, keine Reaktion von uns. Wir freuen uns aber schon drauf, hier bald wieder nach Lust und Laune herumzupöbeln.

Dienstag, 3. März 2020

Dietmar Hopp und die Hurensohn Affäre


Seit Beginn der Protestwelle und der damit verbundenen künstlichen Empörung der Medien, sind jetzt einige Liter Wasser den Nil runtergeflossen. Es war also Zeit sich Gedanken dazu zu machen wie wir uns in dieser Sache positionieren wollen.
Wir stehen – wie zu erwarten – voll hinter den Protesten gegen Herrn Hopp, bzw. den modernen Fußball. Eine andere Position war von Anfang indiskutabel. An der Form hätten wir gewisse Einwände. Dietmar Hopp ist kein Heiliger, auch wenn er ein sozial engagierter Mensch ist, der zumindest dafür ein wenig Achtung verdient. Grundsätzlich hat es niemand verdient beleidigt zu werden. Für diese Erkenntnis sind wir mittlerweile reif genug. Man muss sich allerdings davon frei sprechen, dass die Angriffe auf Hopp persönlich erfolgen. Er ist Sinnbild, Symbol für eine Entwicklung die jeder Fußballliebhaber einfach nur Scheiße finden muss.
Es ist im Fußballalltag nichts Besonderes Fans des gegnerischen Vereines als Söhne einer Prostituierten zu betiteln. Schön ist es nicht, aber irgendwie gehört es in diese letzte Bastion der Asozialität. Wir wissen nicht was die Mutter von Dietmar Hopp beruflich gemacht hat, daher möchten wir uns dem gewählten Wortlaut auch nicht anschließen. Es kaschiert das Problem für uninformierte Köpfe auch nur. Beziehungsweise Herrn Hopp wird alleinstehendes Feindbild für ein deutlich größeres Problem.  Sohn einer Hupe würde uns deutlich besser gefallen. So wäre doch glatt noch einmal die Aufmerksamkeit auf die Schallkanonen unter dem Gästeblock in Sinsheim gelenkt.
Allein an dieser Situation merkt man: mit sauberen Mitteln spielt auch ein Hopp nicht.


Aber worum geht es eigentlich?
Die Verbände kündigten nach der letzten Protestwelle großmäulig an von Kollektivstrafen erst einmal abzusehen. Die schwarzgelben aus Doofmund werden ausfallend, gegen einen der größten Zerstörer des deutschen Fußballs und siehe da: Kollektivstrafe wieder da.
Das ist der eigentliche erste Skandal. Wie kann man für das Gepöbel einzelner ganze Scharen an Auswärtsfahrern aussperren? Und was sollen die „braven“ als Reaktion zeigen? Den jenigen, die „Hurensohn“ brüllen aufs Maul hauen? Das wäre doch etwas übertrieben. Mal ganz davon abgesehen, dass Gewalt doch nie etwas bringt ;-).
Wie Ihr merkt: Wir sind keine Fans von schwarzgelb, finden auch die Wortwahl unangemessen. Stehen aber voll solidarisch hinter der Aufforderung Kollektivstrafen abzuschaffen. Sippenhaft war nie eine gute Option.

Was macht diese Geschichte noch unverschämter?
Es wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen. Wenn Herrn Hopp ganze Scharen an Fans beleidigt. Kein Problem die Medien unterstützen ihn. Das wollen wir ihnen nicht einmal übelnehmen, hier geht es um Geld und nur mit Hetze verdient die Presse Geld. Sei es gegen Linke, Rechte, Ausländer, Viren, Co2, Ultras… irgendein Feindbild muss her und steigert den Absatz.
Wie geschrieben: Kein Problem für uns.
Was aber ein Problem für uns ist: Auf Schalke wird (von der Haupttribüne) ein dunkelhäutiger Spieler der Hertha rassistisch beleidigt. Die Reaktion? Rote Karte für den Spieler. In Münster kommt es zu rassistischen Beleidigungen: die Reaktion? Keine! In HOFFENHEIM (!!!!) kommt es zu sexistischen Spruchbändern: die Reaktion? KEINE! Sankt Pauli verunglimpft Tote: Keine Reaktion.
Ein Milliardär (der sich vorher bewusst sein musste was auf ihn zukommt) wird beleidigt: Ausnahmezustand, Kriegserklärung der Verbände gegen Fans, Drohung von Spielabbrüchen, der Saubermann Rummenigge fängt an zu heulen (um dann die „Menschenrechte“ in Saudi Arabien zu feiern).
Die deutschen Kurven sind in den letzten 20 Jahren immer sauberer geworden. Rassistische Schweinereien sind netterweise so gut wie verschwunden, es gibt kaum noch Gewalt in den Stadien, der Ton ist allgemein ruhiger geworden. War man Anfang der 2000er noch bei Spielen (sorry Älter bin ich noch nicht), bei denen 90 Minuten lang durchbeleidigt wurde, so erlebt man so etwas heute bei keinem Spiel mehr. Es wäre also an der Zeit hier mal wieder ein wenig von Verbandsseite abzurüsten. Vielleicht wäre es auch einmal angebracht Vereinen wie RedBull und SAP klar zu machen, dass Vereine mit sieben Mitgliedern halt irgendwie keine Vereine sind. Was 50+1 eigentlich bedeutet und warum genau das eigentlich das Problem der Fanszene ist. Keine Szene dieser Erde hat damit ein Problem, wenn ein kleiner Verein auf einmal durchstartet. Ja, es ist langweilig, wenn in der Heimkurve weniger Leute stehen als im Gästeblock, aber grundsätzlich kein Problem. Ein Problem ist es sehr wohl wenn Verbandsstatuten ignoriert und umgangen werden um Kunstprodukte zu platzieren, die echten Vereinen den Platz rauben.


Was wünschen wir uns? Insgeheim sind wir doch alle kleine Anarchisten und wünschen uns: MEHR SPRUCHBÄNDER! MEHR PROTEST! Einfach mal die Grenzen des Verbandes ausloten. Mal richtig auf die Tonne hauen.

Warum wurde eigentlich diese Wortwahl gewählt?
Kritische Spruchbänder finden kaum noch eine Beachtung wenn sie mit Wortwitz und Samthandschuhe präsentiert werden. Dies ist der eigentliche Grund warum es zu den unschönen Beleidigungen kam. Nun setzt sich halb Deutschland auf einmal mit diesem Thema auseinander. Ziel erreicht.
Wir sind gespannt was da noch folgt…

In dem Sinne:
D.H. du Sohn einer Hupe!

Samstag, 2. November 2019

Ey Ihr deutschen Ultras, hört endlich auf eure Kurven!

Ehrlich gesprochen: Es ist überall das Gleiche. Man unterhält sich mit Kurvengängern der unterschiedlichen Vereine. Entweder die Person ist in irgendeiner Form mit der Ultraszene verbunden oder man findet sie relativ kacke. Warum ist das so?
Es geht in den seltensten Fällen um Dinge die außerhalb des Stadions passieren. Oftmals sind es Dinge wie aggressives Auftreten im Block, das abhängen von Fahnen weil man sich selbst als Nabel der Welt sieht und die eigene Fahne immer am prominentesten Punkt hängen muss. Zum Teil werden "normalo" Fans weggescheppert um Platz in der Mitte zu schaffen. Ja, sowas sorgt mit sicherheit für Verständnis und gemeinsamen Support.
Ich war in den letzten Monaten in diversen Stadien Deutschlands unterwegs und es glich sich so sehr.
Die Reaktion der Bremer Kurve im Pokalspiel gegen Heidenheim steht perspektivisch dafür, dass es so nicht weiter geht. Die Ultras verließen den Block und große Teile des Stadions verabschiedeten die abreisenden mit hämischen Gesängen. Natürlich wird im Nachgang immer davon gesprochen, dass diese bösen Fans natürlich keine Anhänger des SV Werder sind, nur weil sie diesen Ultrasingsangscheiß nicht mitmachen wollen.
Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Ihr wollt die Kurven koordinieren? Dann hört auf sie! Es kann nicht sein, dass in Sankt Pauli gerade die akutische Hölle losbricht und ihr zieht euren dämlichen Dauersingsang durch. Ähnliches in Bochum, Duisburg... einfach überall. So schafft man nur Gegeneinander. Das Problem sind übrigens nicht die Anderen werte Ultras. Sondern IHR. Akzeptiert andere Meinungen und Gesänge und geht auch auf die eigene Kurve ein und ihr werdet merken: auf einmal kann es verdammt laut werden. Euren Dauersingsangscheiß, den niemand hören will, könnt ihr dann in den Momenten durchziehen in denen sich die Kutte zurücklehnen und am Bierchen nippen.

Arbeitet endlich zusammen und es kann am Ende so herrlich sein....

Montag, 19. August 2019

„Es muss sich etwas ändern im deutschen Fußball“

Die neue Saison läuft und wir merken immer mehr, dass wir deutlich weniger Bock auf diesen Sport haben. Das ist nicht mehr unser Fußball. Scheiß Unterbrechungen durch einen Emotionen raubenden und nicht weniger unfairen Videoassistenten, jeder Pfurz wird von irgendeinem beschissenen Sponsor präsentiert... Die Anstoßzeiten: Immer noch kacke....Es läuft was falsch im Staate DFB...

Eine Stellungnahme des Zusammenschlusses deutscher Fanszenen befasst sich auch damit:

Neue Saison, neuer Präsident – alte Probleme!
Wenn am 16.08. in der Allianz Arena der Pfiff ertönt, beginnt auch für die letzten Vereine die neue Spielzeit 2019/2020. Die Vorfreude, die hunderttausende Fans in ganz Deutschland auf die wichtigste Nebensache der Welt haben, teilen auch wir. Diese Vorfreude wird jedoch wie jedes Jahr von denselben Problemen getrübt.
In der dritten Liga begann die Saison gleich mit einem Montagsspiel, einem Übel, welches aufgrund massiver Proteste in den oberen beiden Ligen zurückgedrängt werden konnte. Aber auch dort erinnert der „Spieltag“ eher an einen Kongressplan mit verschiedenen Veranstaltungen und ist nach wie vor Lichtjahre von unserem Ideal entfernt.
An den Gästeeingängen wird es trotz Pilotphase wieder zu sinnlosen Diskussionen mit Konfliktpotential kommen, die sich mit der Länge von Plastikstäben und dem Durchmesser von Stoff beschäftigen. Heimfans sehen sich teilweise, wie in der Allianz Arena, gleich einem Komplettkörperscan gegenüber, der aufgrund immer funktionierender Terrorhysterie zu noch mehr Überwachung und dem „gläsernen Fan“ führt.
Aber besser, solche Diskussionen überhaupt führen zu können, als mit Stadionverbot – und darauf häufig folgendem Betretungsverbot – gar nicht ins Stadion oder in die Nähe zu können. Und dass nur, weil die Polizei einen Verdacht gegen einen hat.
Im Block angekommen ist man konfrontiert von Überwachungskameras, die haargenau aufzeichnen können, ob es nicht irgendein vermeintliches Fehlverhalten gibt, welches zwar null Einfluss auf das Spielgeschehen hat, aber dennoch mit horrenden Summen gegenüber den Vereinen geahndet werden kann. Diese dürfen ihre Rechnungen dann fröhlich weitergeben und so Privatinsolvenzen aufgrund einer fragwürdigen Paralleljustiz verursachen.
Und all diesen Problemen zum Trotz, wird mit vermutlich großem Brimborium am 20./21.08.2019 zunächst ein neues DFL-Präsidium gewählt, was zukunftsweisend für so wichtige Themen wie 50+1, den Videobeweis oder die Anstoßzeiten ist, ehe am 27.09.2019 der neue Präsident des DFB gewählt werden soll.
Wer auch immer diese Funktionen bekleiden wird – ihre Aufgaben sind aus unserer Sicht klar. Um auf die gegenwärtigen Probleme, mit denen Fußballfans in ganz Deutschland konfrontiert sind, erneut hinzuweisen und den neuen Verantwortlichen gleich ihre ersten Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben, geben wir ihnen , teilweise erneut, hiermit unsere Positionspapiere an die Hand.
Es muss sich etwas ändern im deutschen Fußball, wenn dieser sich nicht noch weiter von der Basis entfernen will. Was zu ändern ist, ist aus unserer Sicht klar.
Die Gesichter mögen wechseln – die Probleme leider nicht!

Dienstag, 9. Juli 2019

Wir machen auch (Sommer)Pause

Es häufen sich - mal wieder - die Nachfragen, warum hier nix neues passiert. Nein, der Blog wurde nicht eingestellt. Ja, wir existieren (immer) noch.
Es gibt aktuell wenige Themen über die man sich auslassen könnte, also lassen wir es.
Zumindest so lange, bis es endlich wieder los geht!

Dienstag, 28. Mai 2019

Bundesliga / 2. Liga / 3. Liga Relegation 2018 / 2019

Wir sind davon überzeugt, dass bereits viel darüber geschrieben, diskutiert und gestritten wurde, was die Vorzüge und Nachteile der unsäglichen Relegationsregelung sind.
Dennoch können wir den Umstand nicht ignorieren, dass sich dieser Scheiß nun Jahr für Jahr wiederholt. Nach dem man für die Regionalligen eine halbwegs anständige Lösung gefunden hat, wäre es nun an der Zeit einmal den "Rest" zu überdenken.
Als Fan der größten der Welt, des 1.FC Magdeburg, ist einem bewusst wie sich Relegationsspiele anfühlen. Durften wir doch vor ein paar Jahren erst den Aufstieg in die 3. Liga in Offenbach feiern. Auch muss ich gestehen, ich hätte mich - aus purem Egoismus, tierisch gefreut, wenn wir nun gegen Wehen-Wiesbaden in der Relegation ran dürften und nicht dieser komische Verein aus dem Audisportpark. 
Dennoch wird von Seiten des Verbandes ganz übel mit tiefsitzenden Gefühlen gespielt. Wer nicht nachvollziehen kann, was zwei "auf Leben und Tod" Spiele in einem echten Fan anrichten, der hat noch nie einem Verein seine Liebe, Leidenschaft und Hingabe geschenkt.
Ich würde sogar fast soweit gehen und sagen, der hat noch nie diesen wundervollen Sport gelebt.
Denn anders als im Pokal, geht es in der Relegation oft um Existenzen. Auch Vereine aus unterlegenen Klassen haben sehr häufig mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Braunschweig? Aufstieg in die Bundesliga in der Relegation liegen gelassen, Abstieg in die dritte Liga. Bochum? Gegen Gladbach gescheitert, seit dem ein Ritt auf der Rasierklinge. Karlsruhe nach dem Spiel gegen den Hamburger SV.... Soll ich weiter machen?
Es gibt genügend Beispiele, wie diese Relegation Vereine zerstört hat. Auch kam es nicht gerade selten zu schwersten Ausschreitungen am Rande von Relegationsspielen. Warum ist das so? Ein Abstieg ist auf lange Sicht abzusehen. Nicht schön, aber man sieht es kommen. Dann keimt eine Menge Hoffnung auf, weil man am Ende doch ungerechtfertigt noch den eigenen Arsch retten könnte... Und es werden beide Spiele vergeigt. Vielleicht auch nur eines, aber dann richtig. Vielleicht am Ende durch eine strittige Schiedsrichterentscheidung, oder im schlimmsten Falle, durch eine falsche Schiedsrichter entscheiden. Da brennen einigen dann schon mal die Sicherungen durch und wofür? Dafür das Eurosport sich ein paar Euro verdienen kann?
Es ist ärgerlich genug, dass genügend Abonnenten des größeren "Anbieters" Sky bei der Relegation in die Röhre schauen. Viel schlimmer ist aber, dass hier mit der Gesundheit aller Beteiligten vor Ort gespielt wird. Die Spieler werden Zielscheibe überschäumender Emotionen, Cops müssen den Schädel hinhalten und für das eigene Herz ist so ein Spiel auch nicht gut.
Ganz davon abgesehen, gibt es für den Fernsehzuschauer auch keinen Mehrwert bei Spielen wie Ingolstadt gegen Wehen Wiesbaden. Da hat selbst der klassische Konsument keinen Bock drauf.

Also stampft die Scheiße ein. Wer dritter wird hat den Aufstieg verdient, wer drittletzter wird: NICHT!


Manu
Sek.MD.

Montag, 13. Mai 2019

Ein paar Tage Funkstille

Ihr habt ja schon gemerkt, dass hier aktuell etwas ruhiger ist. Wir sind im Moment alle recht eingespannt. Gebt uns mal ein paar Tage Zeit, dann geht's weiter.

der verdammte Deal...

  Eine wichtige Sache im Vorwege: Wir sprechen nicht für eine Szene, sondern lediglich für Einzelpersonen. Natürlich müssen auch wir uns...