Achtung
jetzt wird’s politisch. Und ja wir wollten uns immer davor drücken aber die
E-Mails (an die 200 müssten es mittlerweile sein) der letzten Wochen zwingen
uns dazu jetzt zu Antworten.
An der Stelle auch mal schöne Grüße an den Herrn
vom Stern mehr als diese Antwort hier wirst du niemals bekommen ;-).
Wir werden oft gefragt warum wir nicht offen als Unterstützer von HoGeSa /Gemeinsam sind wir stark auftreten. Das ist relativ einfach, weil wir da nichts Unterstützens wertes sehen.
Es ist unser Grundsatz sich
nicht politisch im Namen der Gruppe zu engagieren.
Dies geht allein schon nicht auf Grund der politischen Vielfalt die sich über die Jahre bei uns gebildet hat. Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen wir sind kein Sammelbecken von Nazis, sondern haben linke, grüne, unpolitische, AfD Wähler, die Partei Unterstützer usw dabei. Halt wie unsere Gesellschaft von allem ein bisschen.
Von der Gruppenpolitik abgesehen haben diverse
Gespräche in der Gruppe erwiesen das sich keiner von uns privat dazu aufraffen
könnte diesen Haufen zu unterstützen.
Die Gründe dafür sind
vielfältig. Zum einem liegt es an der bloßen Außenarstellung der Gruppe. Sich
allein Hooligans zu nennen, obwohl wirklich ernsthafte kaum bis gar nicht dabei
sind, wirkt schon ein wenig wie das postpubertäre Image eines möchtegern Gangsters.
Darüber hinaus findet eine Inhaltliche Auseinandersetzung mit der ganzen Nummer nicht wirklich statt.
Darüber hinaus findet eine Inhaltliche Auseinandersetzung mit der ganzen Nummer nicht wirklich statt.
Wir denken jeder Mensch mit
mehr als einer Hirnzelle lehnt Extremismus, gerade wenn er auf eine solch mittelalterliche
Art entsteht, entschieden ab.
Aber sich in alle
Öffentlichkeit zu stellen und stumpfes „Ausländer raus“ von sich zu geben löst
das Problem nicht wirklich und zeigt das man es auch nicht verstanden hat.
Vor allem wenn man
mittlerweile den Eindruck bekommt das der radikalste Teil der Salafisten Szene
deutsch ist.
Nicht jeder Moslem ist
Salafist, nicht jeder Moslem lehnt unsere Wertegesellschaft ab. Und nicht jeder
Muslim ist schlecht oder gar Terrorist.
Diese Differenzierung findet
z.B. n der Facebookgruppen so gut wie gar nicht statt. Auch wir stehen
natürlich (und das durch die komplette Gruppe) gegen religiöse Fanatiker, machen
aber durchaus einen Unterschied ob man alle Menschen einer Herkunft verteufelt
oder sich um radikale kümmert. Übrigens ist auch nicht jeder Mensch aus dem
arabischen Raum Moslem…
Der Eindruck der auf uns entstanden ist, ist das diese Gruppe sich mehr daraus macht einen auf dicke Hose zu machen, stumpfe dumme Stammtischparolen von sich zu geben und einen Platz sucht in dem sie unter massivster medialer Präsenz Dosenbier vernichten kann.
Da uns einige Mitglieder, aus dem Stadion, teilweise noch der Schulzeit, der Führungsriege der ersten HoGeSa "Generation" persönlich bekannt sind kommt der nächste Punkt an dem wir sagen, so geht’s gar nicht.
Wenn völlig gescheiterte Persönlichkeiten,
die versucht haben sich an alle möglichen Subkulturen anzudocken, eine
Protestbewegung ins Leben rufen kann das in der Regel nur in die Hose gehen.
Die Beiträge die eben im
Internet von diesen Personen verbreiten werden deuten auch eher darauf hin das
es sich bei vielen der Teilnehmer um, drücken wir das mal höflich aus, „beim
denken benachteiligte“ handelt.
Wir sind mit Sicherheit die letzte Gruppe die hier einen „gegen rechts“ oder „gegen links“ Text verfasst, aber ein gewisses Maß an Intelligenz sollte man von einer Protestbewegung die den Vorsatz hat Deutschlandweit zu agieren schon erwarten.
Vor allem wer sich öffentlich
Hooligans nennt sollte in der Lage sein randalierende Subjekte von der eigenen
Veranstaltung zu entfernen.
Jeder Nachrichtenbeitrag der
Demoausschnitte dieses Haufen zeigt wirkt so dermaßen Surreal das man sich zwangsläufig
fragt ob man nicht bei „switch“, der „heute show“ oder „Circus Halligalli“
gelandet ist... Satire pur.
Der Auftritt in Dortmund zeigt wie wenig Konzept dahinter stand.
Der Auftritt in Dortmund zeigt wie wenig Konzept dahinter stand.
Sich auf ner Treppe zu einem
Gruppenfoto zu verabreden, ein paar Schals in die Luft zu halten und dumme
Sprüche von sich zu geben hat mit Protest wenig zu tun und wirkt auf umstehende eher verstörend. Ist aber gefundenes Fressen für die Presse.
Was in Köln passiert ist dürfte sowieso nicht zu erklären sein.
Jeder Mensch der einmal auf
einer Demonstration war dürfte wissen das sich allein die Worte Demo und
Alkohol schlecht verbinden lassen.
Das dumpfe Randalieren (zugegeben von einem
kleinen Teil der Gruppe) ist auch nicht unbedingt zielführend wenn man Inhalte
verkaufen möchte.
Jedoch konnte der geneigte Beobachter dieser Veranstaltung da auch keine finden.
Sich auf einem Bahnhofsvorplatz zu versammeln und „Deutschland“ singen als wäre es ein WM Spiel wird auch auf den erklärten Gegner wenig Eindruck gemacht haben.
Sich auf einem Bahnhofsvorplatz zu versammeln und „Deutschland“ singen als wäre es ein WM Spiel wird auch auf den erklärten Gegner wenig Eindruck gemacht haben.
Vielleicht sollte gerade die Leute die den „Spaß“ organisieren sich mal Gedanken darüber machen welche Aussendarstellung eben eine solche Bewegung hat. Zum einen der bescheuerte Name, zum anderen die verwendeten Symbole und zu guter letzt das Auftreten der Teilnehmer und deren teilweise abstrusen Texte im Netz. Wie soll man vorbeigehenden Passanten erklären das man hier (in seinen Augen) die Ehre seines Landes verteidigt in dem Mann besoffen Polizeiwagen umwirft?
Wer zum Henker soll da glauben dass die Salafisten schlimmer sind?
Mal ganz davon abgesehen:
Merkt ihr eigentlich was für ein Bild von „Fußballfans“ ihr in aller Öffentlichkeit
abgebt? Ein Großteil der Öffentlichkeit war an dem Punkt wo es diverse
Medienberichte nicht mehr geglaubt hat und jetzt kommt eure Gruppe und reißt
von der öffentlichen Wahrnehmung alles wieder ein.
Da wird kein Unterschied
gemacht ob es sich um Versager in der eigenen Fanszene handelt die
Aufmerksamkeit brauchen, da werden brav alle über einen Kamm geschert.
Wir sind uns sicher das
dieser Text hier durchaus seine Antworten bekommt und möchten an der Stelle zum
denken anregen:
Macht euch Gedanken wir ihr den Kampf gegen religiösen Extremismus (der zweifelsfrei notwendig ist) auf ein vernünftiges, für die Öffentlichkeit tragbares Level bringt. Und wenn ihr ernsthaft eine solche Bewegung führen wollt setzt euch inhaltlich (!!!!) damit auseinander. Wie wärs wenn einfach mal Kontakt aufgenommen wird zu Personen die diese Religion in gesitteter Art und Weise leben?
Macht euch Gedanken wir ihr den Kampf gegen religiösen Extremismus (der zweifelsfrei notwendig ist) auf ein vernünftiges, für die Öffentlichkeit tragbares Level bringt. Und wenn ihr ernsthaft eine solche Bewegung führen wollt setzt euch inhaltlich (!!!!) damit auseinander. Wie wärs wenn einfach mal Kontakt aufgenommen wird zu Personen die diese Religion in gesitteter Art und Weise leben?
BW02 Sek. Duisburg
November 2014
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