Samstag, 2. November 2019

Ey Ihr deutschen Ultras, hört endlich auf eure Kurven!

Ehrlich gesprochen: Es ist überall das Gleiche. Man unterhält sich mit Kurvengängern der unterschiedlichen Vereine. Entweder die Person ist in irgendeiner Form mit der Ultraszene verbunden oder man findet sie relativ kacke. Warum ist das so?
Es geht in den seltensten Fällen um Dinge die außerhalb des Stadions passieren. Oftmals sind es Dinge wie aggressives Auftreten im Block, das abhängen von Fahnen weil man sich selbst als Nabel der Welt sieht und die eigene Fahne immer am prominentesten Punkt hängen muss. Zum Teil werden "normalo" Fans weggescheppert um Platz in der Mitte zu schaffen. Ja, sowas sorgt mit sicherheit für Verständnis und gemeinsamen Support.
Ich war in den letzten Monaten in diversen Stadien Deutschlands unterwegs und es glich sich so sehr.
Die Reaktion der Bremer Kurve im Pokalspiel gegen Heidenheim steht perspektivisch dafür, dass es so nicht weiter geht. Die Ultras verließen den Block und große Teile des Stadions verabschiedeten die abreisenden mit hämischen Gesängen. Natürlich wird im Nachgang immer davon gesprochen, dass diese bösen Fans natürlich keine Anhänger des SV Werder sind, nur weil sie diesen Ultrasingsangscheiß nicht mitmachen wollen.
Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Ihr wollt die Kurven koordinieren? Dann hört auf sie! Es kann nicht sein, dass in Sankt Pauli gerade die akutische Hölle losbricht und ihr zieht euren dämlichen Dauersingsang durch. Ähnliches in Bochum, Duisburg... einfach überall. So schafft man nur Gegeneinander. Das Problem sind übrigens nicht die Anderen werte Ultras. Sondern IHR. Akzeptiert andere Meinungen und Gesänge und geht auch auf die eigene Kurve ein und ihr werdet merken: auf einmal kann es verdammt laut werden. Euren Dauersingsangscheiß, den niemand hören will, könnt ihr dann in den Momenten durchziehen in denen sich die Kutte zurücklehnen und am Bierchen nippen.

Arbeitet endlich zusammen und es kann am Ende so herrlich sein....

Montag, 19. August 2019

„Es muss sich etwas ändern im deutschen Fußball“

Die neue Saison läuft und wir merken immer mehr, dass wir deutlich weniger Bock auf diesen Sport haben. Das ist nicht mehr unser Fußball. Scheiß Unterbrechungen durch einen Emotionen raubenden und nicht weniger unfairen Videoassistenten, jeder Pfurz wird von irgendeinem beschissenen Sponsor präsentiert... Die Anstoßzeiten: Immer noch kacke....Es läuft was falsch im Staate DFB...

Eine Stellungnahme des Zusammenschlusses deutscher Fanszenen befasst sich auch damit:

Neue Saison, neuer Präsident – alte Probleme!
Wenn am 16.08. in der Allianz Arena der Pfiff ertönt, beginnt auch für die letzten Vereine die neue Spielzeit 2019/2020. Die Vorfreude, die hunderttausende Fans in ganz Deutschland auf die wichtigste Nebensache der Welt haben, teilen auch wir. Diese Vorfreude wird jedoch wie jedes Jahr von denselben Problemen getrübt.
In der dritten Liga begann die Saison gleich mit einem Montagsspiel, einem Übel, welches aufgrund massiver Proteste in den oberen beiden Ligen zurückgedrängt werden konnte. Aber auch dort erinnert der „Spieltag“ eher an einen Kongressplan mit verschiedenen Veranstaltungen und ist nach wie vor Lichtjahre von unserem Ideal entfernt.
An den Gästeeingängen wird es trotz Pilotphase wieder zu sinnlosen Diskussionen mit Konfliktpotential kommen, die sich mit der Länge von Plastikstäben und dem Durchmesser von Stoff beschäftigen. Heimfans sehen sich teilweise, wie in der Allianz Arena, gleich einem Komplettkörperscan gegenüber, der aufgrund immer funktionierender Terrorhysterie zu noch mehr Überwachung und dem „gläsernen Fan“ führt.
Aber besser, solche Diskussionen überhaupt führen zu können, als mit Stadionverbot – und darauf häufig folgendem Betretungsverbot – gar nicht ins Stadion oder in die Nähe zu können. Und dass nur, weil die Polizei einen Verdacht gegen einen hat.
Im Block angekommen ist man konfrontiert von Überwachungskameras, die haargenau aufzeichnen können, ob es nicht irgendein vermeintliches Fehlverhalten gibt, welches zwar null Einfluss auf das Spielgeschehen hat, aber dennoch mit horrenden Summen gegenüber den Vereinen geahndet werden kann. Diese dürfen ihre Rechnungen dann fröhlich weitergeben und so Privatinsolvenzen aufgrund einer fragwürdigen Paralleljustiz verursachen.
Und all diesen Problemen zum Trotz, wird mit vermutlich großem Brimborium am 20./21.08.2019 zunächst ein neues DFL-Präsidium gewählt, was zukunftsweisend für so wichtige Themen wie 50+1, den Videobeweis oder die Anstoßzeiten ist, ehe am 27.09.2019 der neue Präsident des DFB gewählt werden soll.
Wer auch immer diese Funktionen bekleiden wird – ihre Aufgaben sind aus unserer Sicht klar. Um auf die gegenwärtigen Probleme, mit denen Fußballfans in ganz Deutschland konfrontiert sind, erneut hinzuweisen und den neuen Verantwortlichen gleich ihre ersten Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben, geben wir ihnen , teilweise erneut, hiermit unsere Positionspapiere an die Hand.
Es muss sich etwas ändern im deutschen Fußball, wenn dieser sich nicht noch weiter von der Basis entfernen will. Was zu ändern ist, ist aus unserer Sicht klar.
Die Gesichter mögen wechseln – die Probleme leider nicht!

Dienstag, 9. Juli 2019

Wir machen auch (Sommer)Pause

Es häufen sich - mal wieder - die Nachfragen, warum hier nix neues passiert. Nein, der Blog wurde nicht eingestellt. Ja, wir existieren (immer) noch.
Es gibt aktuell wenige Themen über die man sich auslassen könnte, also lassen wir es.
Zumindest so lange, bis es endlich wieder los geht!

Dienstag, 28. Mai 2019

Bundesliga / 2. Liga / 3. Liga Relegation 2018 / 2019

Wir sind davon überzeugt, dass bereits viel darüber geschrieben, diskutiert und gestritten wurde, was die Vorzüge und Nachteile der unsäglichen Relegationsregelung sind.
Dennoch können wir den Umstand nicht ignorieren, dass sich dieser Scheiß nun Jahr für Jahr wiederholt. Nach dem man für die Regionalligen eine halbwegs anständige Lösung gefunden hat, wäre es nun an der Zeit einmal den "Rest" zu überdenken.
Als Fan der größten der Welt, des 1.FC Magdeburg, ist einem bewusst wie sich Relegationsspiele anfühlen. Durften wir doch vor ein paar Jahren erst den Aufstieg in die 3. Liga in Offenbach feiern. Auch muss ich gestehen, ich hätte mich - aus purem Egoismus, tierisch gefreut, wenn wir nun gegen Wehen-Wiesbaden in der Relegation ran dürften und nicht dieser komische Verein aus dem Audisportpark. 
Dennoch wird von Seiten des Verbandes ganz übel mit tiefsitzenden Gefühlen gespielt. Wer nicht nachvollziehen kann, was zwei "auf Leben und Tod" Spiele in einem echten Fan anrichten, der hat noch nie einem Verein seine Liebe, Leidenschaft und Hingabe geschenkt.
Ich würde sogar fast soweit gehen und sagen, der hat noch nie diesen wundervollen Sport gelebt.
Denn anders als im Pokal, geht es in der Relegation oft um Existenzen. Auch Vereine aus unterlegenen Klassen haben sehr häufig mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Braunschweig? Aufstieg in die Bundesliga in der Relegation liegen gelassen, Abstieg in die dritte Liga. Bochum? Gegen Gladbach gescheitert, seit dem ein Ritt auf der Rasierklinge. Karlsruhe nach dem Spiel gegen den Hamburger SV.... Soll ich weiter machen?
Es gibt genügend Beispiele, wie diese Relegation Vereine zerstört hat. Auch kam es nicht gerade selten zu schwersten Ausschreitungen am Rande von Relegationsspielen. Warum ist das so? Ein Abstieg ist auf lange Sicht abzusehen. Nicht schön, aber man sieht es kommen. Dann keimt eine Menge Hoffnung auf, weil man am Ende doch ungerechtfertigt noch den eigenen Arsch retten könnte... Und es werden beide Spiele vergeigt. Vielleicht auch nur eines, aber dann richtig. Vielleicht am Ende durch eine strittige Schiedsrichterentscheidung, oder im schlimmsten Falle, durch eine falsche Schiedsrichter entscheiden. Da brennen einigen dann schon mal die Sicherungen durch und wofür? Dafür das Eurosport sich ein paar Euro verdienen kann?
Es ist ärgerlich genug, dass genügend Abonnenten des größeren "Anbieters" Sky bei der Relegation in die Röhre schauen. Viel schlimmer ist aber, dass hier mit der Gesundheit aller Beteiligten vor Ort gespielt wird. Die Spieler werden Zielscheibe überschäumender Emotionen, Cops müssen den Schädel hinhalten und für das eigene Herz ist so ein Spiel auch nicht gut.
Ganz davon abgesehen, gibt es für den Fernsehzuschauer auch keinen Mehrwert bei Spielen wie Ingolstadt gegen Wehen Wiesbaden. Da hat selbst der klassische Konsument keinen Bock drauf.

Also stampft die Scheiße ein. Wer dritter wird hat den Aufstieg verdient, wer drittletzter wird: NICHT!


Manu
Sek.MD.

Montag, 13. Mai 2019

Ein paar Tage Funkstille

Ihr habt ja schon gemerkt, dass hier aktuell etwas ruhiger ist. Wir sind im Moment alle recht eingespannt. Gebt uns mal ein paar Tage Zeit, dann geht's weiter.

Freitag, 22. März 2019

Was stimmt eigentlich in Frankfurt nicht? (Videobeweis)

Diesmal geht es nicht um Probleme in der Eintracht Fanszene (dazu wurde bereits genug an anderer Stelle gesagt), sondern um die Hirnpfürze die durch die DFB / DFL Zentrale wabern.
Nachdem man in Fußballstadien der ersten Liga immer wieder so Dinge hört wie "Videobeweis abschaffen" (selbst aus Kurven, deren Mannschaft einen Elfer bekommen hat), jede Videobeweisuntebrechung mit einem Pfeifkonzert begleitet wird, kommt man auf die Idee, dass ein Videobeweis ne tolle Sache in Liga 2 wäre.
Seid ihr noch ganz dicht? Ja, die Initiative ging von den Vereinen aus. Aber hey, die zweite Liga mauserte sich gerade zu besseren, zur spannenderen, zu geileren - weil dreckigere Liga.
Fußball lebt von Emotionen, Emotionen entstehen auch durch Fehlentscheidungen...
Auf Popcornsport wie in den USA haben wir ehrlich gesagt wenig Bock...
Ich hoffe es wird sich in Zukunft eine vernünftige Alternative dazu entwickeln, denn sind wir mal ehrlich: Die erste Liga ist seit der Einführung des VAR nicht gerade frei von katastrophalen Fehlentscheidungen...
Transparenz fehlt ebenfalls, wenn man das Publikum schon warten lässt, könnte man ihm wenigstens die Bilder zeigen, die der VAR sehen kann. Ne Videowand gibt es ja mittlerweile überall. Nur mal so als Optimierungsidee.

Wir bleiben dabei (in jeder Liga): Videobeweis abschaffen! Sofort!

Montag, 11. März 2019

Was stimmt denn bei Pauli nicht? Das Hamburger Derby aus unserer Sicht...



Spielberichte wollten wir uns ja klemmen, eigentlich.

Ein klassischer Spielbericht wird das somit nicht. Eingeladen von ein paar Hamburgern (HSV), stießen wir kurz vor dem Endes Marsches zu unseren Gastgebern. Diese hatten sich auf einem Marsch, vom Bahnhof Dammtor ausgehend, schon ordentlich warm gesungen.
Die Situation war relativ entspannt. Ein paar Gestalten (etwa 100) kamen mit roten Sturmhauben angerannt, pöbelten rum, warfen ein paar Gegenstände (unter Anderem Spritzen, sagt mal merkt ihr noch was?) und verschwanden wieder.
Die Polizei nahm dies zum Anlass und knüppelte kurz auf die HSV Anhänger ein.
Verfolgt wurden die Angreifer von St. Pauli nicht. Auch nicht von Seiten der Cops. Wie sich später herausstellte, durften diese auch vom eigentlich Sammelpunkt aus erneut unbehelligt von dannen ziehen.
Das Stadion wurde ein paar Minuten später geentert. Es gab einen Sturmversuch. Ob der zum Teil erfolgreich war können wir nicht sagen. Es wurden allerdings viele HSV Anhänger von der Polizei separiert.
Das Einzige, dass wir wissen ist, dass die Paulianer ihren Block erfolgreich stürmen konnten.

Choreotechnisch hatten beide Seiten ordentlich was zu bieten.
Die Hamburger viele kleine Fahnen mit Stadtwappen im unteren Teil des Blockes und oben mit HSV Raute (unsere Stadt – unser Verein).
Die Heimkurve präsentierte erst eine große Blockfahne in den Farben schwarz, weiß und braun (? es sah doch eher kupfer / golden aus), dazu einen Totenkopf, die Blockfahne wurde entfernt es blieb beim Kopf, darauf folgte Feuer.

Auf der Gegengerade eine komplett abdeckende Blockfahne „Hamburg ist braun-weiß“, es folgte eine Zettelchoreo in braun und weiß zur Halbzeit. Direkt neben dem Gästeblock gab es eine weitere Choreo, die wir nicht einsehen konnten. Da hat man schon mal ordentlich aufgefahren.

Dazu wurde noch allerhand Pyro auf der Süd gezündet.
Ein paar Leuchtkugeln wurden verschossen, welche teilweise durch den Wind Richtung einlaufende Spieler gedrückt wurden. Das Pyrospektakel eröffneten somit die Gastgeber.
Die Stimmung war zunächst auf Heimseite besser als bei den Gästen.
In der Gästekurve begann es nach ein paar Minuten sehr kräftig zu brennen.
Dicker Rauch, ein paar Bengalos.
Nach betrachten der Fotos kann man sagen: Sah fett aus.

Auf Heimseite brannte es nahezu immer. Hier stellt sich uns die Frage, warum immer wieder ein wenig und nicht alles auf einmal? Dann hätte es auch nach was ausgesehen. Dieses hier und da mit bunten rauch rumspielen, sah doch eher schäbig aus. Vereinzelt brannten dann auch immer wieder Bengalos. Von der Süd aus flog in der zweiten Halbzeit noch einmal eine Leuchtkugel Richtung Spielfeld.
Im Gästeblock drohte zwischenzeitlich eine ordentliche Konfrontation mit dem Nachbarblock, weil aus diesem unter anderem Becher voller Scheiße geflogen kamen. Widerlich. Auch nicht lustig, einfach nur peinlich.
Spielerisch ist alles bekannt. Die Stimmung bei den Gästen war dadurch ganz ok, für ein solches Derby aber ziemlich schwach.
Die Heimfans konzentrierten sich größtenteils auf zünden. Auch eher ein schwacher Auftritt. Zwischenzeitlich wurde noch ein bisschen gezogenes Gästematerial gezeigt.
Nach dem Spiel kam es noch zu Angriffsversuchen von Sankt Pauli, diese zogen sich jedoch schnell wieder zurück, nachdem sie merkten, dass die Gäste zahlenmäßig mindestens ebenbürtig waren. Auf dem Weg zum Auto konnten wir noch mitbekommen, wie etwa 20 Paulianer auf 4 Hamburger eintraten um ein paar Schals zu erbeuten. Feige Penner.

Am Ende bleibt die Frage: Was stimmt bei Sankt Pauli nicht? Die ach so tollen friedlichen und kreativsten Fans der Liga… Die friedlichen, toleranten Superfans, die mit Farbbeuteln, Steinen und Spritzen werfen. Das ist selbst euch nicht würdig. Da gilt es in der Kurve aufzuräumen, oder waren es eure Gäste? Gefühlt waren mehr Fahnen von anderen Fanszenen, als eigene im Stadion.
Wenn ihr schon auf Straßenkämpfer machen wollt, dann kämpft auch und nicht im Antifastyle (ok passt zu euch) nur mit 100-facher Überzahl stehen bleiben und nichts riskieren oder aus der Entfernung wahllos in die Menge werfen und vielleicht den Jenigen am Kopf erwischen, der eigentlich nur weg wollte (wie z.B. die unzähligen Pfandsammler).


Das Spruchbänderduell geht aber, im Nachhinein betrachtet, an die braunen (auf jeden Fall mengenmäßig). Auch wenn dafür sonst kaum Support los war.

Pauli:
"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer sind die schlechtesten Fans im Land?" Garniert mit ein paar Schweinchen (selbst erklärend mit HSV Schals)
„Klassehalten“ (gezogene Fahne, präsentiert mit anderem Fanmaterial)

„Freunde in der Not? Das Leben ist kein Abschlach Song!“ (der Song ist echt gut ;-) )

„runaways“ (im Design der Castaways Fahne)
„Liegt die Möwe erst im Dreck, fliegen die Anderen ganz schnell weg“

„Das Vermächtnis von PT98: Nachwuchs? Choreos? Die Kurve? ??? Messer nichts im Griff gehabt“ (konnten wir selbst später mit Fotos nicht enziffern)
"Euch bleibt nur der Größenwahn"

 

HSV:
„Wie viele Mentalitätsbananen muss man fressen, um Hissbollah-Fahnen zu schlucken?“
„Antisexismus – check“ + „Antikapitalismus - ???“





PS: Bei dem Spiel waren keine Magdeburger anwesend.  Soll ja Menschen geben, denen so etwas wichtig ist.




Der Londoner Sachse

 

Dienstag, 19. Februar 2019

Wir stellen uns auf den Prüfstand...

Nein, nicht die Gruppe an sich. Auch eine erneute Neuausrichtung des Blogs wird es nicht geben. Jedoch sind wir mit der Qualität der Postings extrem unzufrieden. Die aktuell schreibenden Personen werden wahrscheinlich ausgetauscht und in Zukunft wird nur noch im Vieraugenprinzip veröffentlicht. Wir hoffen damit die Anzahl der, zum Teil absurden, Fehler eindämmen zu können.

Freitag, 1. Februar 2019

Es köchelt weiter...



Wir dokumentieren einmal die Stellungnahme deutscher Fanszenen zu den letzten Protestaktionen und dem bisher erreichten. Offensichtlich hat man Blut geleckt und macht nicht, wie befürchtet, einfach weiter mit dem Tagesgeschäft... Gut so! Weiter machen!

Die Stellungnahme im Wortlaut:
Achtungserfolge
Als Achtungserfolg bezeichnet man gemeinhin einen kleineren Sieg, der im Gesamtzusammenhang keine größere Bedeutung hat. Damit lässt sich auch die aktuelle Situation der Fanszenen Deutschlands ganz treffend beschreiben. In der DFL-Versammlung wurde der Erhalt von 50+1 beschlossen und durch deutlich sichtbare Proteste in den Stadien scheint sich das Problem der Montagsspiele in der 1. und. 2. Bundesliga mit der nächsten TV-Rechtevergabe zu erledigen.
Trotz klarer Entscheidung zur Beibehaltung der 50+1-Regel, ist sie nach wie vor Angriffen ausgesetzt und auch der Weg von der Abschaffung der Montagsspiele hin zu generell fanfreundlichen Anstoßzeiten ist noch weit. Genau der richtige Zeitpunkt, nochmals an unsere Positionen zu erinnern:
Anstoßzeiten
• Montagsspiele müssen in allen Ligen abgeschafft werden. Keine englischen Wochen mehr. Freitags und im DFB-Pokal nicht vor 19.30 Uhr, am Wochenende nicht vor 14 Uhr, sonntags nicht nach 15.30 Uhr und Einhaltung der 300-km Klausel für Randspieltage.
50+1
• 50+1 faktisch und dem Sinn nach erhalten, keine Aufweichung, keine weiteren Ausnahmen. Die klare Position zu 50+1 ist von den Vereinen auch gegenüber dem Kartellamt zu vertreten.
Stadionverbote
• Verzicht auf das „Breitbandantibiotikum“ Stadionverbote. Vereine und Verbände maßen sich hier Zuständigkeiten weit über ihren Hausrechtsbereich hinaus an. Ein Stadionverbot ist eine Strafe ohne offenen Rechtsweg.
Sportgerichtsbarkeit
• Abkehr von der sogenannten Sportgerichtsbarkeit. Transparenz und Vergleichbarkeit der Strafen sind in der momentanen Praxis nicht ansatzweise gegeben.
Fanmaterialien
• Freigabe aller Fanmaterialien in allen deutschen Ligen. Verbote schaffen sinnloses Konfliktpotential.
Videobeweis
• Abschaffung des Videobeweises. Emotionen unter Vorbehalt entwerten das Stadionerlebnis.
Transparenz
• Des Weiteren müssen DFB, DFL und Vereine endlich offen, zeitnah und verbindlich zu fanrelevanten Themen kommunizieren. Beispielsweise muss das Abstimmungsverhalten bei Verbandssitzungen den Vereinsmitgliedern transparent gemacht werden. Ebenso wie anstehende Themen und Entscheidungen, nur so ist echte Meinungsbildung innerhalb der Vereine möglich.
Es hat gerade erst begonnen!
Die Fanszenen Deutschlands im Februar 2019

der verdammte Deal...

  Eine wichtige Sache im Vorwege: Wir sprechen nicht für eine Szene, sondern lediglich für Einzelpersonen. Natürlich müssen auch wir uns...