Freitag, 11. August 2017

Krieg dem DFB....



Neue Saison, neue Stufe in der Spirale der Eskalation zwischen dem Verband und seiner Kunden?
Eigentlich nicht wirklich, denn die Stufe, welche durch die Kriegserklärung am Ende der letzten Saison erreicht wurde, war lange schon erklommen.
Die Erhaltung des Sportes und seiner Vorbildfunktion für so viele Amateurligen ist beim DFB schon lange nicht mehr Kerninteresse und die Bundesliga an sich ist zunehmend zu einer reinen Marketing-, Geldscheffel und Ausbeutemaschine mutiert.
Dazu wurde bereits in der Vergangenheit, bei so vielen vergangenen Protestaktionen geschrieben, geredet und kommentiert.

Ständig kam es zu neuen Gesprächsangeboten von Seiten des Verbandes wenn die Fanszene geschlossen die Zähne gezeigt hat (Beispiel 12:12). Gleichzeitig wurden jedoch relativ schnell die vereinbarten Dinge vergessen und der Dialog entweder beendet oder nur auf Personengruppen beschränkt – welche mit den Sorgen der aktiven Fans in den Stadien eher weniger zu tun haben und von denen kein Gegenwind zu erwarten war.
Die Kriegserklärung, der sich mittlerweile viele Fanszenen angeschlossen haben, ist sicherlich überspitzt und hat genau die mediale Schnappatmung erzeugt, die erreicht werden sollte.
Krieg ist ein hässliches Wort und zugegeben ein noch hässlicherer Vorgang, aber in diesem Falle muss man von fetten Schlachten im Stile Hollywoods einmal abweichen und diese Aktion als das betrachten was es letztendlich ist:
Ein Kampf um den Erhalt des eigentlichen Fußballs, ein Kampf ums Überleben der Vereine – die gerne einmal vergessen das sie bei allen Fernsehgelder ohne die Mädels und Jungs im Stadion einen scheiß Wert sind. Denn niemand guckt sich ein Spiel im Fernsehen gerne an bei dem im Hintergrund die aufreißende Atmosphäre eines Begräbnisses stattfindet.
Krieg dem DFB ist am Ende ein Kampf gegen ein völlig aus dem Ruder gelaufenes System an immer neuen Bestrafungen, mit dem versucht wird viele Menschen in eine Form zu pressen in die diese nicht wollen und nicht passen.

Fußballfans sind keine homogene Maße, Fußballfans sind alles... Studenten, Arbeiter, Arbeitslose, Chefs, Beamte und manchmal auch absolute Arschlöcher. Vom Vollassi bis zum Snob ist alles abgedeckt was unsere Gesellschaft hergibt und das muss erhalten bleiben. Gelegentliche Regelübertretungen, gehören sofern sie nicht aus dem Ruder laufen ebenfalls dazu.


Ein Fußballstadion ist einer der sichersten Plätze Deutschlands und das Risiko dort trotz aller marodierenden bösen Ultras verletzt zu werden tendiert gegen null.
Daher machen die immer ausgefalleneren Strafen, die ja netterweise von vielen Fanszenen am Ende als absurdum offenbart wurden, wenig Sinn.


Gleichzeitig macht es wenig Sinn dass der Verband nicht einfach anfängt auf seine Kunden zu hören. Denn auch wenn viele Fans es nicht hören wollen, so sind wir doch alle Kunden eines Produktes Bundesliga, zweite oder dritte Liga. Wir lieben unsern Fußball und investieren darin viel Geld. Ohne uns gibt es diesen Verband nicht und ohne uns würden auch viele Millionen Euro Fernsehgeld nicht gezahlt werden – weil das Resultat am Ende ziemlich fad schmecken würde.
Sicherlich kann man sich jetzt wieder über ausufernde Kommerzialisierung, das Ignorieren aller Regeln zugunsten Fuck Bull Leipzig auskotzen aber das würde zu weit  führen.


Bei einem regulärem Unternehmen würde man am Ende einfach abwandern, sich eine andere Marke aussuchen und fertig. Aber ein Fußballverein ist kein Fernseher, bei dem man bei der nächsten Anschaffung einfach die Marke wechselt um dem Unternehmen zu verklickern das es so nicht weiter geht. An einem Verein hängt das Herz, die persönliche Leidenschaft, der eigene Freundeskreis und für viele von uns auch ein Teil Lebenssinn. Die Fanszenen – die sich um genau diese „Unternehmen“ gebildet haben – sind Familie. Manchmal sogar mehr als das.
Also wird es Zeit den „Oberen“ zu zeigen dass die „Kundschaft“ unzufrieden ist und man sich wieder auf eben diese Konzentrieren muss.
Da alte Herren in verstaubten Chefetagen selten bereit sind zuzuhören muss man da schon etwas lauter werden, Kreativität alleine reicht nicht.
Es muss den Verbandsmenschen aus den Ohren bluten, sie müssen aufgewühlt sein und den Ruf des „Pöbels“ deutlich hören. Dabei darf man sich selbst nicht ins Abseits stellen – es muss kreativ, laut, bunt, am besten provokant grenzwertig aber niemals ausufernd brutal werden. Der Schrei muss gehört werden und man muss dafür sorgen, dass auch der gemäßigte Stadiongänger nicht zum Abwenden getrieben wird.
Beim DFB Pokalfinale, bei der Saisoneröffnung der zweiten Liga in Bochum wurden bereits deutliche Zeichen gesetzt. Wir haben kein Bock mehr auf eure klinisch saubere, geleckte, vom Marketing Strategen gefickte Eventkultur… Wir, die Fans – die ihr nicht wollt – erklären euch genau deswegen den Krieg. Es wird keiner sein mit toten und hoffentlich ohne Verletzte aber ihr werdet ihn spüren. Und dann solltet ihr uns einmal wirklich zuhören….

 

In dem Sinne: KRIEG DEM DFB!
BW02 – August 2017









der verdammte Deal...

  Eine wichtige Sache im Vorwege: Wir sprechen nicht für eine Szene, sondern lediglich für Einzelpersonen. Natürlich müssen auch wir uns...